Mit Wasserkraft Energie gewinnen

Wasserkraft wird schon seit mehr als 2000 Jahren vom Menschen genutzt. Schon früh wurden Wasserräder errichtet, um sich die Strömungsenergie von Flüssen und Bächen zunutze zu machen. Der Gebrauch von Wasserkraft befindet sich weiter im Ausbau – auch wenn sich aus der heutigen industriellen Stromproduktion in Wasserkraftwerken einige ökologische Probleme ergeben.

Was ist Wasserkraft?

WasserfallIn Deutschland wird relativ wenig Strom aus Wasserkraft gewonnen© Thomas Reimer / Fotolia.com

Wasserkraft wird auch als Hydroenergie bezeichnet. Es handelt sich dabei um die Energie, die fließendes Wasser produziert. Wasserkraft gehört zu den erneuerbaren Energien, aus ihr wird Ökostrom produziert. In Wasserkraftwerken wird die mechanische Energie, die durch die Bewegung des Wassers entsteht, in elektrischen Strom umgewandelt. Auch die Wärme, die durch Reibung am Untergrund entsteht, wird genutzt. Das Wasser wird dazu gestaut. Durch das Abfließen werden Turbinen oder Wasserräder angetrieben; ein Generator wandelt die Energie schließlich in Strom um.

Warum wird Wasserkraft in Deutschland so wenig genutzt?

Wasserkraft ist weltweit die wichtigste Quelle erneuerbarer Energie. Im internationalen Vergleich wird durch Wasserkraft weit mehr Energie produziert als durch Solarenergie, Windkraft, Erdwärme und Biomasse zusammen. In Europa ist es etwas weniger als der weltweite Durchschnitt, in Deutschland jedoch werden nur etwa fünf Prozent der elektrischen Energie durch Wasserkraft gewonnen. Ein Problem in sehr dicht besiedelten Gebieten wie Deutschland ist, dass ein Wasserkraftwerk sehr viel Platz benötigt. Auch wird die Umwelt zum Teil stark beeinträchtigt, um die Energie der Wasserkraft zu nutzen.

Wasserkraft – wirklich umweltfreundlich?

Zur Nutzung von Wasserkraft sind umfangreiche Eingriffe in die Umwelt nötig, zum Beispiel die Anlage von Stauseen und Dämmen. Zudem hat eine brasilianische Studie gezeigt, dass die Produktion von Methangas in Stauseen besonders problematisch ist, wenn das Wasser in Kraftwerken durch Turbinen gedrückt wird. Ein bedeutender Vorteil der Wasserkraft ist, dass sie sehr gut speicherbar ist, nämlich durch Stauung oder Hochpumpen in Pumpspeicherkraftwerken. Damit ist diese Energie kurzfristig verfügbar und zur Deckung von Bedarfsspitzen geeignet. So ergibt sich ein Dilemma – Wasserkraft ist eine umweltfreundliche Energiequelle, die Nutzung jedoch ökologisch bedenklich.

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