Strom sparen: Umwelt und den Geldbeutel schonen

    Neben einem Anbieterwechsel gibt es auch viele Maßnahmen, um ihren Stromverbrauch reduzieren zu können. Durch einen bewussten und achtsamen Stromverbrauch kann man bares Geld sparen. Ganz generelle Gebote sind beispielsweise die Geräte, die im "Standby-Modus" laufen (erkennbar über noch leuchtende Kontrolllämpchen) komplett auszuschalten. Erleichtert wird dies beispielsweise über Mehrfachsteckdosen mit eigenem Schalter. Das Licht sollte man nur, wenn es auch benötigt wird, angeschaltet lassen und Energiesparlampen sind ein Muss, sie verbrauchen nicht nur weniger Strom, sondern halten auch noch viel länger als gewöhnliche Glühbirnen. Die Nutzung von Tageslicht ist nicht nur sparsam, sondern fördert auch die Produktion von Serotonin. Das macht glücklich und fit! Im Winter sollte man sich auf kurzes "Stoßlüften" beschränken und bei laufender Heizung nicht das Fenster geklappt lassen.

    Alte Geräte ersetzen und den Stromverbrauch reduzieren

    EU Effizienzlabel Das Energieeffizienzlabel der EU gibt Auskunft zum Energieverbrauch elektrischer Geräte©

    Auch ältere Geräte wie Wasch- oder Spülmaschinen sollte man auf ihren Energieverbrauch prüfen. Mit einer neuen Maschine einer niedrigen Energieklasse (A niedrig – F hoch) kann man den Stromverbauch reduzieren, womit die Investition schnell wieder ausgeglichen wird. Für Probleme mit der Heizung, Dämmung und ähnlichem kann man Zuschüsse oder günstige Kredite bekommen, die sich ebenfalls nach kürzerer Zeit bezahlt machen.

    Stromverbrauch kontrollieren durch nützliche kleine Helfer

    Generell sollte man sich zum Strom sparen erst einmal darüber im Klaren sein, wo man überhaupt viel Strom verbraucht. Strommessgeräte, die zum Teil von Verbraucherzentralen und Energieversorgern verliehen werden, können wichtige Informationen über den Verbrauch einzelner Geräte liefern. So kann man auch ermitteln, wohin das meiste Geld fließt und ganz gezielt den Stromverbrauch reduzieren. Neben Energiesparlampen und Mehrfachsteckdosen mit Schalter gibt es auch verwandte Produkte, die helfen den Stromverbrauch zu kontrollieren, wie etwa die Master-Slave-Steckdosenleiste. Diese schaltet "Nebengeräte" automatisch ab, beispielsweise den Drucker bei Abschalten des PCs. Weitere Geräte sind Funksteckdosen oder Vorschaltgeräte. Als besonders effektiv gelten auch Zeitschaltuhren, die elektrische Geräte nach programmierter Zeit automatisch ein- und ausschalten. Moderne Varianten, wie Stromapplikationen für das iPhone und Handy ermöglichen mittlerweile nicht nur die Überprüfung des Stromverbrauchs, sondern auch Geräte von unterwegs zu steuern. Dies funktioniert auch über den PC.

    Durch bewussten Verbrauch Strom sparen

    Neben allgemeinen Möglichkeiten Strom zu sparen, bieten sich aber auch für die verschiedenen Bereiche des alltäglichen Lebens Sparmaßnahmen an. Bewusster Verbrauch steht auch hier im Mittelpunkt. Das gilt sowohl für in der Küche als auch im Büro. Nachfolgend finden Sie wichtige Tipps zum Strom sparen, die helfen können, den Stromverbrauch effektiver zu gestalten.

    Tipps zum Strom sparen im Büro

    Auch im Büro gibt es ganz unterschiedliche Energiesparmaßnahmen. Wir geben einige Tipps, wie Sie im Büro - egal ob in der Firma oder Zuhause - Strom sparen können.

    Schreibtisch© Sven Bähren / Fotolia.com
    • An erster Stelle gilt auch hier, sämtliche Geräte nach Verlassen des Büros komplett auszuschalten, etwa mit einem Netzschalter, denn auch Monitore verbrauchen ausgeschaltet weiter Strom.
    • Bei den Monitoren empfiehlt es sich auf LCD umzusteigen. Diese verbrauchen nämlich nur halb soviel Energie wie Röhrenmonitore. Sollte man doch bei den Röhren bleiben, schaltet man sie in Pausen gegebenenfalls ab.
    • Bei den Bildschirmen sollte man über eine Deaktivierung des Bildschirmschoners nachdenken. Für moderne Monitore wird diese Funktion nicht mehr benötigt. Sie erhöhen eher den Stromverbrauch. Sehr aufwendige Bildschirmschoner sorgen auch bei älteren Geräten für einen erhöhten Verbrauch.
    • Auch verschiedene Energiesparfunktionen des PCs sollte man ausnutzen. Moderne Rechner verfügen sogar über ein Power Management, welches selbstständig nicht verwendete Komponenten ausschaltet oder in einen anderen Betriebsmodus schaltet. Bereits beim Kauf kann man auf energiesparende Geräte achten: Es gibt beträchtliche Unterschiede im Verbrauch der Netzteile. Dies gilt übrigens auch für Nebengeräte wie den Drucker.
    • Lohnend kann es auch sein, wenn man bestimmte Nebengeräte nicht automatisiert, etwa durch eine Master-Slave-Steckdose direkt mit einschaltet. Wird der Drucker gar nicht benötigt verbraucht dieser einen hohen Anteil an Energie beim Aufwärmen.
    • Im Büro kann man außerdem Strom sparen, indem man speziell den Arbeitsplatz beleuchtet. So müssen die übrigen Raumleuchten nicht gleichzeitig angeschaltet bleiben. Natürlich gilt auch hier das Licht auszuschalten, wenn es nicht benötigt wird und auf Energiesparlampen zurück zu greifen.
    • Auch beim Heizen kann man im Büro den Energieverbrauch senken. Auch hier gilt Stoßlüften, statt anhaltend geklappte Fenster bei laufender Heizung. Zudem sollte man sich mit seinen Kollegen absprechen, nicht dass möglicherweise empfindlichere Personen die Heizung auf höchster Stufe laufen lassen, weil ein anderer Kollege seine Heizung komplett aufgeschaltet hat und das Fenster öffnet.

    Tipps zum Strom sparen in der Küche

    Besonders in der Küche stehen viele Geräte, mit denen man nicht nur durch niedrige Energieklassen sparen kann, sondern auch durch den gezielten Umgang mit diesen. Im günstigeren Fall erwirbt man ein Gerät mit der Energiesparklasse A. Sollte man jedoch noch mit einem Gerät der Klasse F in der Küche hantieren, lohnt sich die Investition in ein neues Gerät. Weitere Tipps zum Strom sparen in der Küche finden Sie hier

    Herd

    Stromverbrauch in der Küche: Strom sparen beim Kochen

    • Zunächst einmal sollte man Deckel auf die Töpfe setzen, um Speisen schneller erhitzen zu können.
    • Die passende Topf- oder Pfannengröße für die richtige Platte gewählt, sorgt für eine optimierte Wärmezufuhr. Bei zu großen Platten geht die Wärme verloren, bei zu kleinen Platten wird mehr Energie benötigt, um Speisen zu erwärmen.
    • Töpfe und Pfannen mit unebenem Boden sind bestenfalls gänzlich auszutauschen. Diese können die Wärme von der Herdplatte nicht mehr richtig aufnehmen und verteilen diese außerdem schlechter.
    • Energie kann man sparen, indem man die Kochplatten und den Backofen zehn Minuten früher abschaltet und damit die Restwärme nutzt. Den Backofen vorzuheizen ist übrigens keine Notwendigkeit mehr.
    • Induktionsherde sparen Strom. Zum einen heizen Induktionsplatten wesentlich schneller auf und verbrauchen dadurch ein Viertel weniger Energie. Pfannen und Töpfe erhitzen sich direkt und müssen nicht erst vorheizen, wie bei einem gewöhnlichen Herd. Es findet auch Verschwendung von Abwärme statt, wobei auch die Abluftventilatoren weniger arbeiten müssen, was auch wieder zu einem geringeren Stromverbrauch führt.

    Strom sparen bei Kühlschrank, Gefrierschrank und Spühlmaschine

    • Für den Kühl- oder Gefrierschrank gilt, niemals heiße oder noch warme Speisen oder Getränke in das Gerät stellen. Das verbraucht unnötig Energie und sorgt wiederum für Eisbildung im Kühlschrank, was auch wieder zu einem erhöhten Verbrauch führt.
    • Auch die Temperatureinstellung bei kühlenden Geräten sollte nicht zu hoch gewählt werden, beim Kühlschrank etwa reichen 7 Grad aus, um Lebensmittel ausreichend zu kühlen.
    • Kühlschrank oder Gefrierschrank sollten nicht neben Heizung, Herd oder anderen Wärmequellen platziert werden. Diese Positionierung würde ebenfalls zu unnötigem Wärmeentzug, und somit zum erhöhten Energieverbrauch führen.
    • Wenn man für längere Zeit verreist, lohnt es sich den Kühlschrank komplett auszuschalten. So spart man nicht nur in der Zeit des Urlaubes Energie und Stromkosten, sondern taut das Gerät auch gleichzeitig ab.
    • Auch der Gefrierschrank kann gegebenenfalls während der Reisezeit abgeschaltet und abgetaut werden. Die stromfressende Eiskruste wird gleichzeitig verhindert oder gleich mit entfernt.
    • Bei Spülmaschinen sollte man darauf achten, Umweltschon- oder Sparprogramme zu verwenden. Modernere Maschinen verfügen in der Regel über derartige Programme.
    • Die Spülmaschine sollte man nur vollständig beladen anschalten, um unnötigen Verbrauch einzuschränken. Auch ratsam ist es, grobe Speisereste zuvor vom Geschirr zu entfernen, um einen zweiten Waschgang zu verhindern.

    Tipps zum Strom sparen im Haushalt

    Im Haushalt kann man an verschiedenen Stellen Strom bzw. Energie sparen - sei es beim Wäsche waschen oder ganz einfach bei der richtigen Nutzung der Heizung. Wir geben Tipps!

    Waschmaschine
    • Auch beim Warmwasser kann gespart werden. Wassererwärmung über Strom ist besonders teuer. Verwendet man einen Durchlauferhitzer, sollte man auf eine elektronische Regelung umsteigen. Generell sollte man nicht zu hohe Temperaturen einstellen, gewöhnlich reichen 60 Grad aus.
    • Duschen statt baden ist eine weitere Möglichkeit nicht nur Wasser, sondern auch Strom zu sparen. Dabei kann man zusätzlich auf Energiesparbrausen umsteigen.
    • Generell sollte man darüber nachdenken, ob man eventuell Elektrogeräte benutzt, die etwas überflüssig sind wie beispielsweise elektrische Dosenöffner, elektrische Messer, Heizlüfter und dergleichen. Viele dieser Geräte sind nicht notwendig.
    • Die Waschmaschine kann auch schnell zum wahren Stromfresser werden. Deshalb gilt für das Waschen: Auch hier sind Energiespar- und Umweltprogramme vorhanden, die man auch einsetzen sollte.
    • Man sollte nur voll beladene Maschinen anstellen und bedenken, dass auch niedrige Temperaturen (40 Grad) bei den heutigen Waschmitteln ausreichen. Je höher die Temperatur, desto höher der Stromverbrauch und desto höher der Preis!
    • Für den Trockner gilt ebenfalls bei Vorhandensein Sparprogramme und dergleichen zu benutzen. Und bei gutem Wetter sollte man lieber auf die altbewährte Wäscheleine zurückgreifen.
    • Bei Verwendung des Trockners sollte man die Wäsche vorher gut schleudern. So wird die Wäsche in kürzerer Zeit trocken. Gleichzeitig sollte man sie aber auch nicht "übertrocknen" - das verbraucht nicht nur Energie, es schadet auch noch der Wäsche.
    • Bei kalten Temperaturen ist es wichtig, eine gute Dämmung zu haben. Das sorgt für Gemütlichkeit, weil es dem Wärmeverlust entgegenwirkt. Wärmeschutzverglasung oder der Einbau von Vorsatzfenstern und Türen sind einige unserer Tipps, damit es auch in Ihrem Zuhause nicht unnötig zieht. Eine wohl einfachste Wärmedämmung ist, an kalten Winterabenden einfach die Rolladen herunterzuziehen.
    • Weitere Sparmaßnahmen bei der Nutzung von elektrischem Licht sind Zeitschaltuhren für den Flur oder den Keller. Denn gerade dort vergessen Kinder oder aber auch man selbst gerne mal das Licht wieder auszuschalten. Vor dem Haus und im Garten kann man auf Bewegungsmelder umstellen.
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